Haubenmeisen gehören unter den einheimischen Singvögeln wohl zu den attraktivsten Motiven, die einem Naturfotografen vor die Linse kommen können. Nur leider ist es gar nicht so einfach, von diesem Vogel auch zufriedenstellende Fotos zu bekommen. Vielleicht kann ich mit einem kleinen Tipp aus meiner Praxis dabei helfen, dass es beim nächsten Mal besser klappt.

Haubenmeise auf Blautanne

Bei einigen mehr oder weniger erfolglosen Versuchen bemerkte ich jedoch, dass die Haubenmeisen gerne in der Zeit vor Sonnenuntergang im inneren Bereich von Nadelbäumen nach Insekten jagen. Hierbei sind sie so beschäftigt, dass ich mich auch ohne Tarnung bis auf wenige Meter nähern konnte, solange ich mich nicht hektisch bewegte, ohne die Tiere bei ihrem Tun zu stören. Die Haubenmeisen kommen immer wieder auf die äußeren Äste, um die Umgebung zu sichern. Da so spät am Tag das Licht in der Regel sehr gut ist, ergeben sich in diesem Moment wirklich gute Fotogelegenheiten. Hierbei entstand auch diese Aufnahme.

Ich verwendete ein NIKON AF-S 4.0/200-400mm Zoom-Objektiv bei 400mm an einer NIKON D810 (1/1250s bei ISO 3200). Die kurze Verschlusszeit ist hilfreich, um die sehr flinken Tiere scharf auf den Chip zu bekommen.

Die niedlichen Vögel bewegen sich bei ihrer Jagd recht flink und schlecht vorhersehbar, so dass auf jeden Fall ein gutes Stück Geduld gefordert ist. Aber das sind wir Naturfotografen ja gewohnt, oder etwa nicht?

Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg bei Ihren eigenen Versuchen. Egal, wie gut die Bilder werden, diese niedlichen Tiere vor der Linse zu haben, ist stets ein ganz besonderes Geschenk.

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